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Astrid Kostelníková előadása (német)

2012.05.24

 Sehr geehrte Damen und Herren!

Mein Name ist Astrid Kostelníková, geborene Zwilling und ich bin verheiratet und wohnhaft im ehemaligen Zentrum der Zips – in  Levoča (deutsch Leutschau). Obwohl ich in Schlesien geboren bin, habe ich meine Jugendjahre in Liptovský Mikuláš (Sankt Nikolaus) in der Region Liptau verlebt.

 

Mein Geburtsname verrät, dass man in der Slowakei als auch in Leutschau nicht an der Nationalität und an der Herkunft basiert. Das gleiche gilt auch für konfessionelle Verhältnisse. Für Jahrhunderte galt es bei uns: Cuius regio, eius religio. Der größte Teil der Bürger in Leutschau gehörte zu den Nachkommen der „Gäste“ (hospités) aus Deutschland und seit dem 16. (sechzehnten) Jahrhundert haben sich diese meistens zur Evangelischen Religion Augsburger Bekenntnisses bekannt. Im 20. (zwanzigsten) Jahrhundert, besonders nach dem zweiten Weltkrieg kam es zu markanten Veränderungen. Die Leute deutscher Abstammung und die Gläubigen im Allgemeinen wurden plötzlich unerwünscht. Diese Menschen haben aber in der Zips verschiedene Baudenkmäler – die in den Stein gehaute Geschichte hinterlassen, besonders aus der Zeit der Gotik und Renaissance. Auch die Baudenkmäler aus den nachfolgenden Bauepochen, besonders nach dem Österreich-Ungarischen Ausgleich, sind für so eine kleine Stadt wie Leutschau, bemerkenswert.

 

 Zu solchen zählen wir vor allem den evangelischen Friedhof, gegründet zu Ende des 17. Jahrhunderts. Dieser Friedhof gehörte jahrelang zu den schönsten Friedhöfen in der Slowakei und im Jahre 2005 (zwei tausend fünf) wurde er für das Nationalkulturdenkmal erklärt. Dazu hat auch die Erneuerung mehrerer Grabsteine dank der Messerschmidt – Stiftung beigetragen. Der Friedhof wird heutzutage von der nicht zahlreichen Evangelischen – Lutherischen Gemeinde in Leutschau verwaltet.

 

   Weil der Friedhof trotz mehrerer Superlative im Hintergrund der breiten Öffentlichkeit steht, habe ich zusammen mit meinem Mann einen kurzen Reiseführer über den Friedhof herausgegeben. Dieses Buch ist bereits in drei Sprachen zu erhalten – und zwar in slowakischer, ungarischer und deutscher Fassung. Zu dieser Entscheidung hat uns beide nicht nur das Milieu und die Lage  des Friedhofs angeregt, sondern viel mehr die Ehre zu den Leuten, die dort beigesetzt worden sind.

 

     Zu bedeutenden Leutschauern gehörte auch Dr. (Doktor) Samuel Genersich. Dank unserem Buch haben wir die Leute kennen gelernt, deren Vorfahren am Leutschauer Friedhof begraben sind. Die Aktivität und Engagement dieser Leute hat zur Entstehung eines neuen Freundeskreises der Menschen aus der ganzen Welt geführt.

Unter diesen sind vor allem folgende Persönlichkeiten zu erwähnen: Frau Tothmatyas Istvanne Hollohazi Ildiko, Herr prof. Tankó Attila und Herr Doktor Czenthe Miklós – Archivdirektor des Zentralarchivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn.

 

   Unser heutiges gemütliches Treffen hat ihre Wurzeln auch bei diesen Leuten. Die Familie Genersich hat den Grabstein seines Vorfahren renoviert und der oben erwähnte Freundeskreis hat zur Rekonstruktion des historischen Friedhofes als auch der wertvollen Bibliothek der Evangelischen Augsburger Bekenntnisses Gemeinde in Leutschau beigetragen.

 

   Wenn Sie zu uns, in die Zips und nach Leutschau kommen, es wird für uns große Ehre und Vergnügen sein, Ihnen alles zu zeigen und Sie mit bekannten Tatsachen vertraut machen zu dürfen. Sie sind herzlich willkommen.

 

   Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe mit dem Wunsch: „Lassen Sie sich hier wohl fühlen!“

Vielen dank.

   

 

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